FAQ – häufig gestellte Fragen zu Radtouren in Italien
Hier findest du eine Reihe von häufig gestellten Fragen rund um Radreisen in Italien.
Die mit Abstand beste Fahrrad-Route nach Rom ist die Via Francigena, der Fernwanderweg, der von England nach Rom führt und auch als Fahrrad-Variante markiert ist.
Eine Variante der Via Francigena findest du im Reisebericht Von Viareggio nach Rom in 6 Tagen.
Suchst du mehr Freestyle, dann schau dir den Artikel Bikepacking nach Rom an.
NICHT empfehlen würde ich die Westküste ab La Spezia südwärts. Das ist weder schön, noch Fahrrad-freundlich. Bis La Spezia gibts jedoch ganz nette Varianten (z. B. Piacenza-Val Trebbia-Genua > Genua-Chiavari und weiter über die Cinque Terre-Panoramastrasse nach La Spezia), und du kannst von dort aus ganz gut in die Via Francigena einfädeln, z. B. bei Sarzana oder Massa.
Wenn schon Küste, dann eher noch der Adria entlang bis Pescara und von dort über den Apennin nach Rom. Aber die auch an der Adriaküste gibts hässliche und auch gefährliche Abschnitte.
Das ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung der ganzen Radtour, weil die Fahrradmitnahme in italienischen Zügen nicht ganz so einfach ist.
Lies dir die Wegleitung Fahrrad nach Italien mitnehmen durch. Wenn dir das nicht weiterhilft, gehst du am besten an den Bahnschalter eines grösseren Bahnhofs und lässt dir dort helfen.
Grundsätzlich gilt:
- In Regionalzügen kannst du dein Fahrrad problemlos mitnehmen.
- In Schnellzügen (Frecciarossa, Frecciabianca, Italo etc.) musst du dein Fahrrad in einen Packsack stecken.
- In manchen Intercitys kannst du dein Fahrrad mitnehmen, musst es aber vorher reservieren.
Miss Move-Leser*innen haben es auch schon so gemacht:
- Heimreise ab Rom: Automiete bis Verona, von dort den Zug nach Norden
- Speditionsfirma beauftragt, das Fahrrad heimzuschicken. Selber sind sie nach Hause geflogen.
Wenn du zwischen Mai und Oktober in Italien eine Radtour machst, ist ein Zelt sicher nützlich. Die Campingplätze öffnen meistens an Ostern, viele aber auch erst Ende Mai, und schliessen im September wieder.
Fährst du also ausserhalb dieser Zeit, musst du das Wildcampen lieben. Das ist zwar nicht wirklich erlaubt in Italien, aber wenn du ein diskretes Plätzchen wählst und deine Abfälle am Ende wieder mitnimmst, geht das ganz problemlos.
Ansonsten kannst du dir das Mehrgepäck auch sparen, das dir das Campingmaterial beschert und auf die zahlreichen Unterkünfte in jeder Preis-Kategorie ausweichen. Und vergiss auf keinen Fall die tolle Möglichkeit von Warmshowers.
Schau dir zum Thema Ausrüstung auch gerne meine Packliste für Fahrradreisen an.
Ich rate dir selbstverständlich, trotzdem zu fahren.
Das Unbekannte macht eigentlich immer etwas Angst, aber du wirst sehen, sobald du in Italien unterwegs bist, verfliegt sie.
Als Anfängerin würde ich erst mal etwas Einfaches machen, wie z.B. den Etsch-Radweg oder die Via Francigena nach Rom, die gut ausgeschildert ist und viele Übernachtungsmöglichkeiten bietet.
Lies dazu auch meinen Artikel über Angst auf Radreisen und jenen über meine Anfängerfehler.