Radtour von Viareggio nach Rom – das ist ein Gastartikel von Simon Aeschlimann. Die Infos über Simon findest du am Schluss des Beitrags.

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Im September konnte ich mir meinen grossen Traum von einer langen Radreise erfüllen. Vom Bodensee bin ich über den Splügenpass, Mailand, Val Trebbia, Chiavari und La Spezia bis nach Rom gefahren.

In diesem Artikel berichte ich über den zweiten Teil meiner Radtour von Viareggio nach Rom.

Zwischen San Gimignano und Viterbo bin ich mehr oder weniger der Via Francigena gefolgt, bin praktisch immer auf der Asphaltstrasse gefahren und habe Kieswege gemieden.

Karte mit Höhenangaben Radtour von Viareggio nach Rom
Karte Fahrradtour von Viareggio nach Rom

Etappe 1: Viareggio – Pisa – Volterra

Die Toskana ist ein absoluter Traum für Radfahrer*innen. Unzählige Hügel, idyllische Landschaften, charmante Städtchen und überwältigende Panoramen.

Nach einem kleinen Frühstück an der Camping-Bar packe ich mein Rad und verabschiede mich von dem jungen holländischen Paar, das ich am Vorabend kennengelernt habe.

Von Viareggio geht es auf der Via Aurelia nach Pisa. Ich komme zügig voran. Die Häuser stehen immer dichter beisammen, und der Verkehr wird hektischer. Die Provinzhauptstadt kann nicht mehr weit sein.

Schon bald entdecke ich die Kuppel der Cattedrale di Santa Maria Assunta von Pisa. Ich biege von der Hauptstrasse ab und folge der Menschenmasse. Durch ein unscheinbares Tor lande ich mitten auf der Piazza dei Miracoli. Das obligate Foto vor dem schiefen Turm darf natürlich nicht fehlen.

Pisa
Radfahrer vor dem Schiefen Turm in Pisa

Ich kurve noch etwas durch die Gassen und geniesse den Stadtrundgang auf zwei Rädern, absolut praktisch!

Nach Pisa nimmt der Verkehr schnell ab. Gedanklich schwebe ich schon in den Hügeln der Toskana.

Nach 750 km ist die Vorfreude darauf riesig. Nach Pontedera geht es dann los, die ersten sanften Hügel kommen. Praktisch keine Häuser, nur riesige Felder und Wälder. Die Aussicht schier unendlich.

Landschaft in der Toskana

Und in ganz weiter Ferne sieht man schon Volterra, das auf knapp 530 m liegt. 40 Kilometer ohne Städte, Dörfer, Restaurants oder Bars. Ich bin froh habe ich ein grosses Werkzeugset, viel Verpflegung und 3 Liter Wasser bei mir.

Auf einer Anhöhe mache ich eine Pause und erhole mich etwas. Eine feine Focaccia aus Pisa liefert mir die Energie für den letzten Anstieg.

Normalerweise mache ich 300 Höhenmeter mit links. Heute aber brennen die Beine richtig. Ob dies nun an der happigen Steigung von 10% liegt, am grossen Gepäck oder einfach, weil ich seit Mailand keine Pause mehr eingelegt habe, weiss ich nicht.

Strasse in der Toskana

Gleich beim Dorfeingang von Volterra liegt der Camping Le Balze. Den möchte ich dir wirklich ans Herz legen. Sehr einfach gehalten, aber absolut idyllisch. Das Personal ist sehr herzlich.

Falls du dich im Pool erfrischen möchtest, solltest du eine Badekappe mitbringen. Für mich etwas merkwürdig, aber dies scheint auf den italienischen Campings üblich zu sein.

Etappe 2: Volterra – San Gimignano – Siena

Schon früh werde ich durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt. Selbst noch im September wird es im Zelt schnell unerträglich warm.

Von Volterra geht es zuerst wieder steil bergab. Kurven und Fahrspass ohne Ende. Doch dann wirds auch schon wieder streng. In der Toskana geht es ständig auf und ab. Die Kilometer muss man sich hart erarbeiten.

Touristen in San Gimignano

Den ersten Stopp lege ich in San Gimignano ein. Die Stadt mit den vielen Türmen ist schon von weit her sichtbar. Zum Glück liegt sie nicht annähernd so hoch wie Volterra.

Die Piazza del Duomo ist leider wegen eines Filmdrehs gesperrt. Die ungeduldige Security lotst mich zügig weiter auf die Piazza della Cisterna.

Ich verstehe gut, warum die Stadt so mit Touristen überlaufen ist. Der mittelalterliche Charme gefällt auch mir sehr.

Etwas später erreiche ich Colle di Val d’Elsa. Die Stadt hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm und ich bin total überrascht. Durch das Stadttor Porta Nova gelange ich in die Oberstadt Colle Alta.

Eingangstor zu Colle di Val d’Elsa
Colle di Val d’Elsa

Die Häuser und Strassen sind alle aus Stein, die Fassaden mit schönen Malereien, Fahnen und Bildhauereien geschmückt. Die Strassen sind menschenleer. Beeindruckend.

Die Mittagssonne ist happig, ich bin froh, dass ich früh gestartet bin und nicht mehr allzu viele Kilometer vor mir habe.

Monteriggioni von aussen

Einmal mehr entdecke ich in der Ferne wieder Türme und eine Stadtmauer.

Vor mir liegt Monteriggioni. Auch diesen Ort kannte ich nicht. Über einen schmalen Feldweg der mit Via Francigena beschildert ist, gelange ich hoch zur Stadt. Die letzten Meter schiebe ich, da es viel zu steil zum Fahren ist.

Monteriggioni wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Vieles scheint sich seit da nicht geändert zu haben. Die kleinen Häuser und die gemütliche Piazza laden zum Verweilen und Schlendern ein.

Monteriggioni

Von Monteriggioni ist es nicht mehr weit nach Siena.

Ich geniesse diese letzten Kilometer durch Felder und Wälder und erreiche dann den Stadtrand. Von da aus bis zur Piazza del Campo ist es deutlich weiter als erwartet. Die Gassen gefallen mir aber sehr gut.

Radtourist in Siena

Auf der Piazza del Campo erfrische ich mich zuerst mal am Brunnen. Ich lehne mein Velo an den Zaun und geniesse ein kühles Feierabendbier auf diesem weltberühmten Platz.

Siena widerspiegelt für mich die Toskana, nichts ist flach, selbst der Hauptplatz ist so steil, dass man dort keine Tische aufstellen kann. Der Torre ist faszinierend, die Architektur einzigartig. Mir gefällt die Atmosphäre der Stadt.

Übernachtung auf dem Camping Colleverde* etwas ausserhalb von Siena.

Hauptplatz in Siena
Gravelbike mit Zelt in toskanischer Landschaft

Etappe 3: Siena – Abbadia San Salvatore

Mit der Detailplanung der heutigen Etappe starte ich erst beim Frühstück. Schon bei den Vorabklärungen zu Hause wusste ich, dass es zwischen Siena und Bolsena schwierig wird, vernünftige Tagesetappen zu planen und gute Unterkünfte zu finden.

Einen zusätzlichen Tag wegen einer kurzen Etappe möchte ich nicht einplanen, und 100 km sind heute auch keine Option, die vielen Höhenmeter und die wahnsinnige Hitze hängen da zu sehr an.

Ich führe einige Telefonate und reserviere zur Abwechslung mal wieder ein Hotel. Die letzten sieben Tage habe ich im Zelt geschlafen.

Anfangs komme ich gut voran. Ab Siena geht es erst mal sanft bergab. Die erste Pause lege ich in Buonconvento ein.

Backsteinhäuserreihe in der Toskana

In einem gemütlichen Café geniesse ich Focaccia und Kaffee und unterhalte mich mit drei älteren Italienern, die auch nach Rom fahren. Sie lachen, als ich ihnen erkläre, dass ich in der Toskana viel mehr Höhenmeter mache als in den Alpen.

Nach Buonconvento nimmt der Verkehr deutlich ab. Rom ist unterdessen auf jedem Verkehrsschild angeschrieben. Mein Ziel ist nicht mehr all zu weit.

Weit hinten am Horizont entdecke ich den Monte Amiata. Dieser ist mit 1738 m der höchste Berg der Toskana. Mein heutiges Etappenziel, Abbadia San Salvatore, liegt an seinem Südhang auf 822 m.

Bevor ich aber den Monte Amiata erklimme, muss ich erst mal hoch nach San Quirico d’Orcia. Der Anstieg fordert mich kurz vor Sonnenzenit ziemlich.

San Quirico d’Orcia in der Toskana

Die Einfahrt nach San Quirico d’Orcia führt über eine steile Ziegelbrücke und lässt mich einiges erhoffen. Einmal mehr lande ich in einem extrem charmanten Dorf.

Die schmalen Gassen, die schönen Steinhäuser, viele Blumen und Topfpflanzen schaffen eine einzigartige Atmosphäre.

Nach San Quirico d’Orcia geht es stetig bergauf Richtung Monte Amiata. Die endlosen Felder, Wälder und Pappelalleen lassen mich träumen. Was für ein Genuss.

Strasse zum Monte Amiata

Vor Bagni San Filippo verlasse ich die SR2 Richtung Monte Amiata. Von jetzt an wird es richtig steil.

Ich studiere etwas am Wegweiser nach Bagni San Filippo nach und frage mich, was es mit diesem Namen auf sich hat. Das Ortsschild mit dem Zusatz «Stazione termale» erklärt dann alles. Neugierig folge ich den Wegweisern zur Therme.

Ein schmaler Kiesweg führt in ein Bachtobel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort ein Thermalbad gibt, folge aber trotzdem dem Weg, bis ich zu einem grossen Zelt gelange.

Eine Dame erklärt mir, dass es sich um natürliche Quellen handelt und der Eintritt frei ist. Umso besser. Ich schliesse mein Rad ab und klettere über die steilen Wege hinunter zum Fosso Bianco.

Natürliches Thermalbad Bagni San Filippo

Die heissen Quellen sind eine Wohltat für die müden Beine. Ich geniesse das entspannende Bad ausserordentlich.

Nach über einer Stunde im Wasser, kann ich mich dann endlich wieder zum Aufstehen überwinden. Das Etappenziel möchte ich schliesslich noch vor Sonnenuntergang erreichen.

Mit beinahe frischen Beinen kämpfe ich mich noch auf den letzten 9 km 400 m nach oben und erreiche Abbadia San Salvatore und das Ristorante Albergo La Bocca di Bacco*.

Das Restaurant ist familiär geführt. Der Chef freut sich, dass ich einige Worte Italienisch kann, und so tauschen wir uns etwas über meine Tour aus. Geduldig hört er mir dabei zu und hilft mir freundlich, die fehlenden Worte zu finden. Er empfiehlt mir einige Sehenswürdigkeiten im Dorf.

Nachdem die Kleider gewaschen sind, mache ich einen Stadtrundgang und bin einmal mehr völlig überrascht.

Gasse in Abbadia San Salvatore
Steinhäuser in Abbadia San Salvatore
Häuser in Abbadia San Salvatore

Die mittelalterliche Altstadt ist mit Abstand die schönste, in der ich jemals war. Steinhäuser, unzählige Topfpflanzen, mit Blumen und Rosen geschmückte Fenster und die schmalen Gassen.

Im Ristorante La Bocca di Bacco geniesse ich ein hervorragendes Abendessen und lege mich dann schon bald schlafen.

Etappe 4: Abbadia San Salvatore – Lago di Bolsena

Am frühen Morgen überlege ich mir, ob ich den Monte Amiata noch ganz erklimmen soll. Bis Rom sind es doch noch einige Kilometer und die Beine sind vom Vortag auch noch etwas schwer, deshalb entscheide ich mich dagegen und fahre direkt Richtung Lago di Bolsena.

Von Abbadia San Salvatore führt eine tolle Strasse mit extrem engen Kehren und einer überwältigenden Aussicht zurück ins Tal auf die SR2.

Strasse ab Abbadia San Salvatore

Schon bald erreiche in Centeno, einen kleinen Weiler. Dort verlasse ich die Toskana und erreiche die Region Latium. Die Vegetation ändert sich von endlosen Feldern immer mehr zu Büschen, Wäldern und Wiesen.

Toskanische Landschaft

Was mich stört, sind die enormen Abfallberge am Strassenrand. Während Norditalien sehr sauber war, scheint es hier wirklich ein Problem zu geben.

Kurz vor Mittag erreiche ich Acquapendente. Die Stadt gefällt mir nicht wirklich. Die Einheimischen rasen wie die Verrückten durch die engen Strässchen. Auf eine Bar habe ich keine Lust, also mache ich ein kleines Picknick und fahre bald weiter.

Auf den ersten Kilometern nach der Stadt ist der Verkehr heftig, zum Glück nimmt er danach aber schnell ab.

Bald erreiche ich dann San Lorenzo Nuovo. Der Dorfplatz mit zwei tollen Bars ist gemütlich. Perfekt für eine Pause. Ich gönne mir eine feine Lasagne und beobachte die Leute in der Warteschlange vor der Post. Der letzte verschwindet erst in der Filiale, als ich bereits Kaffee bestelle.

Ich steige aufs Rad, und nur einige hundert Meter später erscheint der Lago di Bolsena. Viel grösser als erwartet.

Strasse am Lago di Bolsena

Auf einer Plattform geniesse ich den Ausblick, dann fahre ich weiter auf den Campingplatz in Bolsena.

Etappe 5: Lago di Bolsena – Lago di Bracciano

Von Bolsena geht es am Ostufer entlang nach Montefiascone. Hier herrscht reger Betrieb, und auf der Strasse ists hektisch.

Strasse am Lago di Bolsena

Der Lago di Bolsena ist einer der drei Kraterseen, die ich heute besuche. Entsprechend viele Höhenmeter wird es heute geben: insgesamt vier Kraterwände werde ich überwinden.

Von Montefiascone fahre ich nach Viterbo. Auf einer dreispurigen Strasse fühle ich mich mit dem Rad etwas verloren. Solange man aber selbstbewusst fährt und sich auch viel Platz auf der Strasse nimmt, wird man respektiert.

Viterbo hat eine schöne Altstadt. Möchte man sich jedoch nicht in den Stadtverkehr stürzen, lässt sich die Stadt auch gut umfahren.

Nach dem Mittagessen geht es erst noch gemächlich hoch nach San Martino al Cimino. Schon der Dorfplatz lässt erahnen, wie die nächsten Kilometer aussehen: steil. Richtig steil.

Ich erreiche den Monte Fogliano, der auf dem Krater des Lago di Vico liegt. Das Naturschutzreservat ist sehr ruhig und idyllisch, die Hauptstrasse ist praktisch leer.

Lago di Bolsena

An einem schönen Strand mache ich ein Picknick und gehe schwimmen. Die Kraterwand am Süd-Ende ist zum Glück deutlich weniger steil.

Unterwegs fahre ich an Sutri vorbei. Da der Himmel immer dunkler wird und auch schon erste Regentropfen fallen, entscheide ich mich, weiter zu fahren. Die Stadt liegt auf einem Tuffsteinhügel, und es gibt unzählige Kavernen, die man schon beim Vorbeifahren sieht. Falls es bei dir nicht gerade regnet, würde ich die Stadt unbedingt anschauen.

Strasse bei Sutri im Latium

Ich lege noch einen knackigen Sprint ein und erreiche Trevignano Romano, bevor der Regen einsetzt. Die dunklen Wolken und später der Sonnenuntergang erzeugen eine bezaubernde Weltuntergangsstimmung über dem See.

Etappe 6 : Lago di Bracciano – Roma

Die Nacht habe ich mit Freunden in einem AirBnB verbracht. Der Wetterbericht ist noch etwas verhalten, deshalb kochen wir ein reichhaltiges Frühstück mit Rührei, Speck, Fleischplatte, Früchten und Brötchen.

Ich starte sehr gemütlich in den Tag, denn bis Rom sind es nur noch knappe zwei Stunden Fahrt. Geistig gehe ich schon mal alle Sehenswürdigkeiten durch, die ich auf meiner Zieletappe anschauen möchte.

Lago di Bracciano

Am Südufer verlasse ich den See und fahre auf der Staatsstrasse bis Osteria Nuova. Der Verkehr ist hier schon hektisch und die Strasse gleicht einem Trail.

Damit ich nicht alles auf der dicht befahrenen Strasse nach Rom fahren muss, zweige ich in Osteria Nuova von der Hauptstrasse ab und fahre einen ruhigen Feldweg nach Monte dell’Ara. Der Weg durch Wiesen und Wälder ist ruhig und wäre eigentlich schön. Leider haben wohl kürzlich erst mehrere Waldbrände gewütet. Der Geruch ist alles andere als angenehm.

Landschaft nach Waldbrand

Bald erreiche ich dann die ersten Häuser und Vororte Roms. Der Feldweg wird zur Strasse. Zuerst einspurig, dann zweispurig, bald vierspurig. Das Verkehrsaufkommen ist gigantisch, die Fahrt bis ins Stadtzentrum abenteuerlich. Links und rechts werde ich von Rollern, Bussen, LKW, Taxi und PW überholt. Bei den unzähligen Lichtsignalen kann ich dann alle wieder überholen.

Mit dem Fahrrad nach Rom hinein zu fahren, empfehle ich nur geübten Radfahrer*innen. In der Innenstadt mit den verkehrsberuhigten Zonen (ZTL) ist es dann deutlich angenehmer.

Den ersten Stopp lege ich auf der Piazza Cavour ein.

Piazza Cavour Rom

Ein malerischer Platz mit saftigen Wiesen und Palmen direkt hinter dem Kassationsgericht.

Ziel der Radtour von Viareggio nach Rom

Danach fahre ich zum Kolosseum, zur Piazza Venezia und Piazza Navona, über die Engelsbrücke zum Petersdom.

Ich habe es geschafft!

Radtour von Viareggio nach Rom

Praktische Informationen

Fazit

19 Tage Reise, 16 davon auf dem Rad. Insgesamt 1163 km und 10 850 Höhenmeter in 59 Stunden und 59 Minuten. Die Statistik gefällt mir.

Und viel mehr noch gefallen mir natürlich die ganzen gesammelten Eindrücke und die vielen netten Bekanntschaften, die ich unterwegs gemacht habe. Italien ist echt ein Traum.

Die Strecke Bodensee – Mailand ist landschaftlich sehr schön. Bis auf den Splügenpass, fährst du meistens auf separaten Radwegen.

Die Strecke Mailand bis Piacenza kannst du auch gut mit dem Zug abkürzen.

Das Val Trebbia und Ligurien von Levanto bis La Spezia darfst du nicht verpassen.

Die Strecke La Spezia – Pisa hat mir nicht gefallen, ich bin jedoch am Meer entlang gefahren. Eine Alternative dazu wäre der Umweg über den Parco Alpi Apuane.

Auf dem Weg von Pisa nach Rom, via Volterra, San Gimignano, Siena und den drei Kraterseen, kommst du in unzählige wunderbare alte Ortschaften. Auch landschaftlich ist die Strecke ein Traum.

Der September eignet sich für die Reise perfekt. Die Sommerferien in Italien sind dann vorbei und das Klima ist deutlich milder.

Rückreise

Von Rom bin ich mit dem Zug zurück in die Schweiz gefahren. Für die Strecke Rom – Mailand benötigst du mit dem Hochgeschwindigkeitszug (meistens Frecciarossa) etwas mehr als 3 Stunden.

Beachte dass du das Fahrrad in Nacht- und Hochgeschwindigkeitszügen nur in einem Sack transportieren kannst. Ich hatte das Glück, dass ich es einem Freund mit dem Auto mitgeben konnte.

Verschiedenes

  • Tour: Bodensee – Rom in 16 Etappen. Meine gesamte Route ist auf Komoot beschrieben
  • Bike: Gravel-Bike Ridley Kanzo Adventure mit Gepäckträger, Seiten- und Gabeltaschen
  • Übernachtet habe ich hauptsächlich im Zelt, vereinzelt in Herbergen oder Hotels

Gastautor Simon Aeschlimann

Simon Aeschlimann, Radreise-Autor

Radfahren ist für mich der perfekte Ausgleich zum Büroalltag als Elektroingenieur.

Wohnhaft am Bodensee, habe ich viele traumhafte Touren direkt vor der Haustüre: das Appenzellerland, das Rheintal, den Seerücken und den Thurgau. Mit dem Gravel-Bike geniesse ich die Zeit in der Natur und entdecke liebend gerne neue Orte und Plätze.

Ganz herzlichen Dank, Simon, für deinen gluschtigen Reisebericht!